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Ludwig & Franz

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3degus

* weitere Bilder

* Bericht zur Haltung von Degus

Ludwig - Paula - Fiona

Ursprünglich hatten wir unsere 2 Degus Klaus und Anton (welche eigentlich 2 Mädchen sind, wie sich später herausstellte). Als sie knapp über 5 Jahre alt waren, bekamen sie Gesellschaft durch Helmut (auch ein Mädchen). Dieser Degu ist ein junges Findelkind. Er lief einem Bekannten von uns zu und wir nahmen ihn daraufhin natürlich bei uns auf. Nach längerer Aneinandergewöhnung konnte er problemlos in die Gruppe integriert werden. Unsere 2 nahmen ihn ganz liebevoll auf.

Leider mußten wir unseren Klaus mit fast 6 1/2 Jahren einschläfern lassen. Er hatte plötzlich keinen Appetit mehr und keinerlei Interesse an seiner Umwelt. Beim Tierarzt kollabierte er 2x und erholte sich nicht mehr ausreichend. Daraufhin fällten wir diese Entscheidung.

Schnell war klar, dass wieder ein 3. Degu dazu sollte. Anton ist schließlich auch schon recht alt und deshalb wollten wir einen “neuen” in die Gruppe integrieren, solange er noch so fit ist. Wir fanden dann recht bald eine einzelne Deguwitwe im Tierheim. Sie war nach Angaben des Tierheims ca. 4 Jahre alt (nach unserer Deguerfahrung schätzen wir sie deutlich jünger) und sie wurde auf den Namen Ludwig getauft. Wir nahmen sie mit und konnten sie nach 2 Wochen “Beschnüffelungsphase” problemlos zu unseren 2 Mädels lassen. 10 Minuten nachdem sie alle zusammengelassen wurden, kuschelten sie sich zu einem großen Deguhaufen zusammen und waren glücklich.

Unseren Anton mußten wir leider nur kurze Zeit später einschläfern lassen. Von einem Tag auf den anderen saß er nur noch da, hat nichts mehr gefressen und getrunken und bekam kaum noch Luft. Beim sofortigen Tierarztbesuch setzt bereits die Schnappatmung ein. Daraufhin konnte er nur noch schnell erlöst werden. Trotz seiner 6 1/2 Jahre war er bis zu dem Zeitpunkt immer fit und begeisterter Nutzer des Laufrads.

3 Monate später verstarb nun leider auch unser Findelkind Helmut. Er erkrankte an einer Lungenentzündung. Auch die sofortige Antibiotika-Behandlung durch unsere Tierärztin half ihm nicht mehr. Wir schätzen, dass er gute 4 Jahre alt geworden ist.

Da Ludwig nun alleine war, kümmerten wir uns gleich um 2 neue Artgenossen. Sie wurden von privat abgegeben und hätten wohl ein grobes Alter von ca. 3 Jahren. Wir nannten die beiden Paula und Fiona und konnten sie nach längerer Eingewöhnzeit erfolgreich miteinander vergesellschaften.

Fiona entpuppte sich als unser kleines Sorgenkind. Angefangen vom Beinbruch am 2.Tag bei uns. Ihr Beinchen verheilte zum Glück sehr gut. Ihr nächstes Problem waren ihre überlangen Schneidezähne, die regelmäßig geschnitten werden mussten. Und das 3. Problem das sie hatte, war ihre Erkrankung der Atemwege. Als diese chronische Erkrankung ins akute Stadium überging, suchten wir den Tierarzt auf, welcher gleich wieder ihre langen Zähne kürzte. Leider hatte er sie dieses mal zu kurz geschnitten, sodass sie nicht mehr frass. Ihre Beschwerden mit den Atemwegen machten ihr zusätzlich zu schaffen. Wir fütterten sie mit einem Nahrungsbrei von Hand und gaben ihr Rotlicht. Aber leider hat das alles nichts mehr geholfen und sie verstarb im Alter von ca. 3 1/2 Jahren.

Nur ein halbes Jahr später mussten wir von unserer Paula Abschied nehmen. Sie hat auf einmal nichts mehr gefressen, wirkte kraftlos und bekam schlecht Luft was sich in starken Atemgeräuschen äußerte. In der Tierklinik wurde sie geröntgt um den Zustand der Lunge beurteilen zu können. Die Lunge sah auf dem Bild schlecht aus. Die Verschattungen deuteten auf Metastasen hin. Die Organe waren verschoben, der Magen war durch die veränderte Atmung voller Luft und da sie keinen Kot mehr abgesetzt hatte war der Darm stark gefüllt. Wäre es nur eine Lungenentzündung gewesen, wie wir ursprünglich vermuteten, dann hätten wir natürlich noch eine Behandlung versucht. Doch mit diesem Befund war schnell klar, dass man sie erlösen musste. Sie wurde leider auch nicht sehr alt, vermutlich zwischen 4 und 4 1/2 Jahren.

Am 15.10.2010 war es mal wieder soweit: Ein Degu ist bei uns eingezogen. Nachdem unser Ludwig jetzt alleine war, sollte er endlich wieder Verstärkung bekommen. Nach längerem suchen fanden wir einen Degu der nicht mehr so ganz jung war, damit es mit Ludwig besser passt. Wir haben ihn auf Franz getauft und er ist ca. 3 Jahre alt. Nach der Aneinandergewöhnung von 1 1/2 Wochen durften sie endlich zusammen. Diesmal hat es etwas länger gedauert, bis der erste Nase-Nase-Kontakt entstand. Franz war extrem ängstlich und hat Ludwig lautstark auf Abstand gehalten. Ludwig hat sich perfekt verhalten. Er hat einfach abgewartet, bis sich Franz zu ihm herantraut. So hat es dann gut geklappt und kurze Zeit später war schon wildes Kuscheln und gegenseitiges Fellpflegen angesagt.

Wichtig bei der Aneinandergewöhnung ist Geduld! Wir trennen 2 Käfige mit einem Drahtgitter voneinander ab, sodass sie sich beschnüffeln und sehen, aber nicht verletzen können. Nach ca. einer Woche ziehen die beiden Parteien in die “Wohnung” des anderen, damit sie den gleichen Geruch annehmen. Diesen Vorgang wiederholt man am besten noch 1-2 mal. Mit dieser Methode hat die Vergesellschaftung bei unseren Tieren immer problemlos geklappt!

Tierarzt: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Tierärzte bei Degus und Mäusen nicht das nötige Fachwissen besitzen. Viele Tierärzte erkennen beim Anblick eines z. B. zahnkranken Degus-Gebisses nicht die Problematik. Es kann lebensrettend sein, Wackelzähne zu entfernen. Geht man mit einem alten, erkrankten Nager zum Tierarzt erhält man leider oft die Antwort, dass man da nichts mehr machen kann außer einzuschläfern. Wir hatten schon viele Farb- und Rennmäuse mit diversen Erkrankungen. Nur wenige Tierärzte boten uns mögliche Behandlungsmaßnahmen an. Es gibt z. B. das Antibiotikum Baytril, welches unseren kranken Farbmäusen sehr gut geholfen hat. Also im Zweifelsfall lieber eine 2. Meinung einholen, bevor das Tier eingeschläfert wird!

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